Der Artikel „Die unfaßbare Schwäche“ war wohl ein redaktioneller Betriebsunfall

Das Thema CFS/CFIDS ist in Deutschland von allen einflußreichen Kanälen tabuisiert. Ärzten wird von ihren Standesvertretern unter Androhung härtester Disziplinarmaßnahmen eine Erforschung der tatsächlichen Hintergründe verboten. Wer dagegen verstößt oder CFS gar heilt, befindet sich fortan in einem Kampf um seine berufliche und wirtschaftliche Existenz. Daher machen Ärzte genauso wie Politiker und Journalisten einen großen Bogen um dieses heiße Eisen.

Das Sozialgericht Düsseldorf bestätigte am 2. Februar 2006, daß im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung bezüglich des Chronischen Müdigkeitssyndroms, CFS/CFIDS eine Versorgungslücke existiert und konstatierte ein Systemversagen des deutschen Gesundheitswesens. Alternative Behandlungsmethoden zu denen von Dr. Hilgers konnten der 9. Kammer des SG Düsseldorf von der beklagten Versicherung nicht genannt werden. (Az.: S 9 KR 59/05)

Am 18. März 2010 veröffentlichte die Zeitung „Die ZEIT“ den Artikel „Die unfaßbare Schwäche“. (Link http://www.zeit.de/2010/12/M-Chronisches-Erschoepfungssyndrom) Der Beitrag beschäftigt sich mit eben jener Krankheit CFS. Zitiert wird Nancy Klimas, Leiterin der Abteilung für Immunologie an der University of Miami. In einem Onlinegastbeitrag der New York Times gab sie folgendes denkwürdige Statement:

“Wenn ich heute zwischen einer HIV-Infektion und CFS wählen müßte, würde ich mich für HIV entscheiden.”

Der Chefredakteur der ZEIT wurde daraufhin durch den folgenden Brief mit weiteren Hintergrundinformationen zum Thema versorgt. Keinen engagierten, unabhängigen Journalisten dürften diese Fakten kalt lassen:

Statt Recherchen in die Wege zu leiten oder zumindest Interesse zu bekunden, kam per E-Mail lediglich die folgende Standardantwort:

“Giovanni di Lorenzo hat mich gebeten, Ihnen für Ihre freundlichen Zeilen und
die Mühe, die Sie sich gemacht haben, zu danken. Leider schafft er es nicht,
die über hundert Anfragen, die jede Woche eingehen, alle persönlich zu
beantworten.

Die Ressorts entscheiden traditionsgemäß eigenständig, welche
Themenschwerpunkte sie setzen. Daher haben wir uns erlaubt, Ihren Text an
die Redaktion weiterzuleiten, leider jedoch nicht mit dem von Ihnen
gewünschten Ergebnis.

Es tut uns leid, dass wir Ihren Vorschlag in unserem Blatt nicht
berücksichtigen können.

Mit freundlichen Grüßen
XXX  XXX

Die ZEIT
Chefredaktion
Büro Giovanni di Lorenzo”

Wie ist solch ein gleichgültiges Verhalten zu werten? In einem Zuge werden ein politischer und ein medizinischer Skandal von lebenswichtiger Tragweite dermaßen lapidar ignoriert! Sollte man nicht annehmen, daß solch eine brisante Thematik, serviert auf dem silbernen Tablett, begeistert und mit Kußhand aufgegriffen werden müßte? Nur eine Erklärung ist plausibel: Die ZEIT und Redaktionen anderer deutscher Medien, die übrigens in der Vergangenheit genauso reagiert haben, sind allesamt Träger von Maulkörben! Mutmaßlich ist infolge der Veröffentlichung unliebsamer Wahrheiten über das korrupte deutsche Gesundheitswesen auch Die ZEIT  – dieses, höchstes Ansehen genießende Blatt! – von der mächtigen Zange Zensur gepackt worden. Mit der hier erfolgenden Veröffentlichung der Korrespondenz sei Gelegenheit zur persönlichen Meinungsbildung gegeben.


XXXXXX XXXXX

 

Xxxxx-Xxxxxx-Xxxxxxx xxx   D-xxxxx Xxxxxxxxxx  xxxxxx.xxxxx@xxxxxxxx.xx

Zeitverlag
Gerd Bucerius Verlag GmbH & Co. KG
Herrn Giovanni di Lorenzo

20079 Hamburg                                                                                            21. März 2010

Zum Artikel „Die unfaßbare Schwäche“ vom 18.3.2010

Sehr geehrter Herr di Lorenzo,

ich beschäftige mich zur Zeit mit einer Dokumentation über Verhinderungsstrategien, denen sich Innovatoren im Bereich moderner Medizin ausgesetzt sehen. Mit großem Interesse las ich in der ZEIT vom 18. März den Artikel „Die unfaßbare Schwäche“. Meine eigenen Recherchen ergaben, daß das Thema CFS geradezu Modellcharakter für unser fehlgesteuertes Gesundheitssystem hat. An den gewonnenen Einsichten möchte ich Sie gerne teilhaben lassen. CFS ist nicht nur ein medizinisches Problem, sondern in meinen Augen gleichzeitig ein skandalträchtiges Politikum ersten Ranges und somit ressortübergreifend. Aus diesem Grund wende ich mich auch direkt an Sie in Ihrer Funktion als Chefredakteur. Keinesfalls möchte ich den Eindruck erwecken, den geschätzten Verfasser des Artikels, Herrn Christian Heinrich, übergehen zu wollen!

Bereits seit den 80er Jahren hat sich ein Arzt in Düsseldorf, Dr. med. Arnold Hilgers, intensiv mit der Erforschung des Immunsystems beschäftigt. Mit Hilfe des Wissensfundus´ der Molekularbiologie und Genetik gelang ihm der Nachweis, daß chronische Erkrankungen quasi immer die Folge einer Informationsstörung auf neuroimmunologischer Achse darstellen. Resultierend aus der Erkenntnis, daß die beiden organischen Systeme Nerven- und Immunsystem eng miteinander verknüpft sind, lassen sich Krankheitsursachen mittels gestörter intrazellulärer Kommunikation, bzw. in gestörter Kommunikation zwischen Zellen und Zellsystemen erklären. Dr. Hilgers entwickelte daraufhin ein System, das diese Störungen durch Vermessung des Immunsystems direkt am Ort ihrer Entstehung aufdeckt. Diese Hilgers Systems Medicine genannte Methode (kurz HSM) ist weltweit einmalig. Es gibt zwar Ärzte und Kliniken, die einzelne Bausteine verwenden, aber erst die Gesamtheit aller Module ergibt – ähnlich einem Puzzle – ein klares, aussagefähiges Bild. Die Kombination aus Wissen und jahrzehntelanger Erfahrung hat das Diagnosesystem bis heute zu einer nahezu perfekten Reife gebracht. Eine Vielzahl bislang unheilbarer und lebensbedrohlicher Krankheiten findet dadurch Erklärung. Plastisch wird die Bedeutung, wenn man sich vergegenwärtigt, daß 70 % der chronischen Erkrankungen nach schulmedizinischer Auffassung ungeklärter Ätiologie sind. Wir haben es mit einem absoluten High-Tech-Verfahren zu tun, das, nebenbei bemerkt, den Wissenschaftsstandort Deutschland wieder weit nach vorne bringen könnte.

Wenn der Tenor bezüglich CFS lautet, es sei wissenschaftlich nicht erwiesen, was die Ursache darstellt, so ist das schlichtweg falsch. Richtig und erwiesen ist zwischenzeitlich, daß CFS nicht von einem bestimmten Erreger ausgelöst wird, sondern, wie so viele andere chronische Erkrankungen auch, von einer Störung des Immunsystems herrührt, die von sehr vielen Erregern, aber auch von Umwelteinflüssen ausgelöst sein kann. Die genetisch bedingte Komponente, die es sehr wohl auch gibt, sei hier erst einmal vernachlässigt.

Dr. Hilgers ist auf dem Gebiet CFS-Forschung der Pionier der ersten Stunde. Er ist derjenige, der den Begriff  Chronic Fatigue Immune Dysfunction Syndrome oder kurz CFIDS/ CFS in die deutsche Medizin eingeführt hat. Für ihn als Grundlagenforscher der Krankheit sind die Forschungsbemühungen der Charité ein alter Hut. Man läßt von offizieller Seite die Forscher allerdings gewähren, weil die maßgeblichen Funktionäre des Gesundheitssystems mit Sicherheit prognostizieren können, daß die Forschungsarbeiten nicht von Erfolg gekrönt sein werden. Das klingt zunächst widersprüchlich bis verrückt, hat aber einen rationalen Hintergrund. Die Mißerfolge geben der irreführenden These neue Nahrung, die Genese von CFS sei in der Psyche begründet. Seit zwei Jahrzehnten wird diese Dummheit gebetsmühlenartig propagiert.

Wie gesagt, es ist sinnlos und verschenkte Zeit, diesen einen bestimmten Erreger zu suchen. Die Fokussierung darauf ist irrelevant. Und das nicht nur, weil es ihn überhaupt nicht gibt, sondern weil man die Erörterung schlichtweg überspringen kann. Beschäftigen muß man sich vielmehr mit der Frage: „Was macht/ machen der/ die Erreger, wo liegt die Störung im Immunsystem, daß er/ sie seine/ ihre pathogene Wirkung überhaupt entfalten kann/ können?“ Mit anderen Worten, man untersucht nicht den Angreifer, sondern überprüft und beseitigt die Schwachstellen der Abwehr. Der Fortschritt der Molekularbiologie gestattet diese Herangehensweise, die nur allzu logisch ist. Denn wie anders wäre es zu erklären, warum der eine Organismus mit den Mikroben in friedlicher Koexistenz lebt, der andere jedoch krank wird? Dieser unorthodoxe Ansatz ist gleichermaßen elegant und äußerst effizient zielführend.

Gleichgültig, ob sich die Krankheit Multiple Sklerose, Neurodermitis, Hepatitis, Krebs, Multiple-Chemische-Sensitivität, Borreliose, CFS oder sonstwie nennt, die Vorgehensweise ist immer gleich. Selbst psychische Störungen hinterlassen einen eindeutigen Fingerabdruck im Profil des Immunstatus, so daß beispielsweise Depressionen oder das Burnout-Syndrom nicht mit Psychopharmaka unterdrückt werden müßten, sondern ursächlich heilbar sind. Man erinnere sich, daß der Torwart Robert Enke vor seinem Suizid mit einer ominösen Infektion zu kämpfen hatte. Ähnlich wie Miriam Meckels Krankheitsgeschichte – als jüngstes prominentes Beispiel – von einer Infektion begleitet war. Diese zwei Einzelfälle sind empirisch durchaus repräsentativ anzusehen. Die Immundiagnostik der HSM hat den Schlüssel, die komplexen Zusammenhänge zu enttarnen.

So kompliziert die Diagnostik ist, so einfach stellt sich die Therapie dar. Ganz simpel, mittels Biostoffen (Immunglobuline, Interferone, Vitamine etc.) wird die Abwehr aufgerüstet. Hier liegt übrigens auch ein Grund für die Verhinderungsbemühungen diverser Lobbyisten. Dauermedikationen werden obsolet, weil chronische Krankheiten nicht mehr chronisch sind. Und Therapien mittels Biostoffen sind nicht patentierbar – eine doppelte Krux für die Pharmaindustrie, die bekanntlich überall ihre Tentakel ausgestreckt hat.

Der klassischen Schulmedizin ist der Paradigmenwechsel von Dr. Hilgers in vielfacher Hinsicht ein Dorn im Auge;  in medizinischer, vor allem aber in wirtschaftlicher. Denn wer eine ursächliche Lösung der Probleme anbietet, entzieht den Fachärzten plötzlich den Rechtfertigungsgrund ihrer Organfixiertheit und symptomorientierten Behandlungsweise. Man muß sich vergegenwärtigen, daß die tradierte Sichtweise stets ein Garant für den regen Betrieb des Facharzt-Karussells darstellte. Endlosen Überweisungsmarathons und dem Schröpfen der Finanztöpfe des Gesundheitssystems würde bei vollständiger Etablierung der neuen Krankheitssichtweise schlichtweg der Boden entzogen. Das oberste Ziel des Ärzte-Kartells scheint das Sichern und Vergrößern von Einnahmequellen zu sein. Diesen Verdacht hegte übrigens auch der Bundestagsabgeordnete Michael Müller, seinerzeit noch stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, als er 2003 die Frage aufwarf, ob die Front(!) gegen Dr. Hilgers letztlich nur mit Wirtschaftsinteressen verbunden sei. (Eine Kopie des Briefes von Michael Müller liegt mir vor.)

Mit dieser „Front“ komme ich zu den politischen Aspekten. Während Dr. Hilgers unter ande­rem ca. 8.000 CFS Kranke erfolgreich behandelte, wurde er von der Ärztekammer Nordrhein seit nunmehr gut 20 Jahren permanent beruflich, wirtschaftlich und persönlich mit höchst un­sauberen Mitteln attackiert. Durch Rufmord-Kampagnen und Berufsgerichtsverfahren wurde er isoliert. Mitstreiter, inklusive Ordinarien an medizinischen Hochschulen, wurden durch diese Exempel zum Abschwören bewegt. Es herrschte ein regelrechter Mißbrauch öffentlich-rechtlicher Monopole, unterstützt von Presse, Landgerichts-, Verwaltungs- und Sozialrichtern. In der Praxis von Dr. Hilgers befindet sich eine Widmung von Bundespräsident Johannes Rau, der Dr. Hilgers nicht nur als Mediziner, sondern auch als engagierten Sozialpolitiker in höchstem Maße schätzte. Selbst er kam gegen die Übermacht des Nordrhein-Westfälischen Ärzte-Kartells nicht an. Der kürzlich bekannt gewordene Fall der per Auftrags-Gutachten psychiatrisierten Steuerbeamten in Hessen ist übrigens eine Ana­logie zu Vorgängen, die derzeit in Düsseldorf gegen Dr. Hilgers inszeniert werden. Eine Hauptrolle in dem Kesseltreiben spielt der Düsseldorfer Regierungspräsident Jürgen Büssow. Auf das Konto der Seilschaften der Ärztekammer Nordrhein, des MDK Nordrhein und der KV Nordrhein gehen mehrere hunderttausend chronisch Kranke, durch Immunsuppression dauerhaft Geschädigte (Körperverletzung!) und mit psychiatrischen Fehldiagnosen Stigmati­sierte. Und nicht zu vergessen: auch unzählige Tote.

Um zu verdeutlichen, daß meine Aussagen mehr sind als „heiße Luft“, möchte ich an dieser Stelle ein vielsagendes Zitat einfügen, das angesichts der „Bedrohung CFS“ beispielhaft die geschilderte Unruhe der Fachärzteschaft verdeutlichen möge. (Der Brief befindet sich unter den Anlagen.)

Frau Brölz-Voit, Assessorin der Ärztekammer Nordrhein, schrieb am 17.06.1993 an Dr. med. W.-R. Bach, Internist in Velbert:

“Die Ärztekammer Nordrhein ist bemüht, Gutachter zu finden, die die neue Krankheit «Chro­nisches Müdigkeitssyndrom» wissenschaftlich entkräften und die äußerst teuren Diagnose- und Behandlungsmethoden widerlegen können.

Dieses Unterfangen hat sich als äußerst problematisch herausgestellt.

Wir möchten Ihnen jedoch versichern, daß wir zusammen mit anderen zuständigen Behörden und Gesellschaften versuchen werden, dieses “Problem“ in den Griff  zu bekommen.”

Bereits in diesen drei Sätzen steckt sehr viel Brisanz, wird doch die Verflechtung der Ärzte­kammer „mit anderen Behörden und Gesellschaften“ offengelegt. Die geheime Aufstellung von Gutachterseilschaften, die vorgefertigte Gefälligkeitsgutachten erstellen, ist nicht die Art, wie sich öffentlich-rechtliche Institutionen im Geltungsbereich des Art. 5 III GG in Fragen der Wissenschaft verhalten sollten.

Es würde mich nicht wundern, wenn sich bei Ihnen Prof. Dr. Wilfried Nix aus Mainz melden würde. Oder hat er schon? Jedenfalls ist er eine maßgebliche Triebfeder der Attacken gegen Dr. Hilgers. Der Neurologe und Psychotherapeut versucht mit allen Mitteln, die Krankheit CFS in die Ecke „psychische Befindlichkeitsstörung“ zu drängen. Mir liegen 15 Gutachten von angesehenen Wissenschaftlern vor, die die außergewöhnliche Kompetenz von Dr. Hilgers belegen. Nix setzt sich darüber hinweg. Mit was für diffamierenden, „faulen“ Methoden er arbeitet, demonstriert auch ein Brief an den Chefredakteur der FAZ, Thomas Schröder, vom 3. April 1995 unter Bezugnahme auf ein Interview mit Prof. Rüdiger v. Baehr, abgedruckt im FAZ Magazin vom 31.3.1995. (s. Anlage) Grob umrissen ging es in dem Interview schon damals um die Frage, ob die Ursache von CFS im Immunsystem zu finden ist.

Prof. Nix war es auch, der im Jahr 2000 mit drei Kollegen (Prof. Heimpel, Prof. Köbberling und Frau Dr. Arnold) für die Ärztekammer Nordrhein ein Positionspapier erstellte, das den Status einer Richtlinie innehat. Es trägt den Titel „ Diagnostik und Therapie des chronischen Müdigkeitssyndroms (CFS) und verwandter Erkrankungen“ und setzt sich über die Existenz relevanter internationaler Literatur der Immunologie völlig hinweg. Allen vier Verfassern mangelt es an der Kompetenz für solch eine Aufgabe. In einer Stellungnahme Prof. Heimpels vom 19.11.1990 zum Problem des CFS, um die er von der KV Nordrhein, Bezirksstelle Aa­chen gebeten wurde, antwortet er:

“Ich habe mich mit diesem ganzen Komplex, abgesehen von meinem Interesse für die psycho­sozialen und kulturanthropologischen Aspekte derartiger Therapieverfahren, nicht beschäftigt und habe auch nicht vor, dieses in Zukunft zu tun. Meines Erachtens gehören sie in den gro­ßen Bereich der Diagnostik und Therapieverfahren mit unbewiesener Wirksamkeit. Ich bin weder kompetent [sic!] noch habe ich die Zeit, zu den von Ihnen angeschnittenen Fragen in der Standespresse Stellung zu nehmen, noch ein Gutachten zu erstatten.”

Gutachten für Versicherungen hat Heimpel über CFS in der Folge einige angefertigt – trotz eingestandener Inkompetenz. Regelmäßig werden Schwerstkranke, die versuchen für eine hilfreiche Immuntherapie zu kämpfen, aufgrund solcher Gefälligkeitsgutachten bei Gericht abgeschmettert. Besagte CFS-Richtlinie stellt in diesem Zusammenhang eine besondere Zäsur dar. Sie ist noch heute, zehn Jahre später, eine stets willkommene Referenz für Gutachter und Richter und erteilt jedem Ent­scheider Absolution für menschenverachtende Fehlurteile. Außerdem bedroht sie faktisch jeden Mediziner, der den Biomarker Immunität bei Nicht-AIDS-Patienten anwendet, mit Strafe, Berufsverfahren bis hin zum Berufsverbot. Unser tradiertes System der Kammer-Zwangsmitgliedschaft ermächtigt die Ärztekammer leider zu diesen politisch motivierten, häufig willkürlichen Sanktionsmaßnahmen.

Ich möchte Ihnen mit diesem Brief einen Hinweis geben, warum die Krankheit CFS für viele immer noch ein Rätsel ist. Es könnte anders sein, stünde vor dem gesamten Komplex nicht eine gewaltige Maschinerie der Korruption und Verschleierung. Mir ist bewußt, daß sehr schnell der Gedanke einer Verschwörungstheorie aufkommen kann. Wer sich jedoch unvoreingenommen der Materie widmet und tief in sie eindringt, kommt zwangsläufig zu demselben Schluß wie ich.

Meine Schilderungen sind nur die Spitze des Eisbergs und das ganze Desaster würde den Rahmen eines Briefes bei weitem sprengen. Sollten Sie das Thema CFS nochmals aufgreifen und weitergehend beleuchten wollen, so möchte ich Ihnen sehr empfehlen, Kontakt mit Dr. Hilgers aufzunehmen. Da er viel auf Reisen ist, wäre ich Ihnen bei einer Vermittlung gerne behilflich. Mich erreichen Sie am besten per Email. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse.

Mit freundlichen Grüßen

Anlagen


One thought on “Der Artikel „Die unfaßbare Schwäche“ war wohl ein redaktioneller Betriebsunfall

  1. Sehr geehrtes Zeit Redaktionsteam,
    ich bin CFS-Patientin und versuche eine Klinik oder einen Arzt zu finden, der kompetent behandelt. Es ist bisher nicht möglich, ohne eigene Finanzierung Hilfe zu bekommen. Leider ist eine Nebenerscheinung von CFS die Erwerbsunfähigkeit. Für mich wäre eine Behandlung, wie die von Dr. Hilgen ein Hoffnungsschimmer. Aber es ist mir nicht möglich, dies zu finanzieren. Daher schreibe ich Ihnen, um aus Patientensicht zu bestägigen, was Ihnen in o.g. Brief geschildert wurde. Warum lässt man uns allein? Warum lassen Sie uns allein?
    Hochachtungsvoll,
    Kirsten Sostmann

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