Aus Anlass von „ZDF Frontal21: Weggesperrt und vergessen – Psychiatrieopfer in Deutschland“

„So schnell kann es gehen!“ Das ist wahrscheinlich der erste Gedanke, der dem unbedarften, unbescholtenen und entsetzten Zuschauer von “ZDF Frontal21: Psychiatrieopfer in Deutschland” durch den Kopf geht, wenn er von den Schicksalen der porträtierten Personen erfährt.

Keineswegs nur von Gustl Mollath ist die Rede. So soll z.B. Ilona Haslbauer ihre Nachbarin mit dem Einkaufswagen angefahren haben. Ein Gutachten attestiert wahnhafte Störungen und Gemeingefährlichkeit. Frau H. verbringt daraufhin ganze sieben Jahre in der geschlossenen Psychiatrie, darunter das erste viertel Jahr im Isolationszimmer. Der Streit mit einem Pfleger endet gar in einer 25stündigen Fixierung (beschönigend für Fesselung). Das alles wissen wir, weil die Sängerin Nina Hagen ihre Gedichte vertont und sich für sie engagiert.

Skeptikern sei gesagt: Selbst dann, wenn Anschuldigungen gerechtfertigt wären, schockiert doch die unverhältnismäßige Härte mit der jeweils durchgegriffen wird: In der für Haslbauer zuständigen Klinik Taufkirchen sind Fixierungen keine Seltenheit. Im Fall einer 60tägigen Fesselung laufen bereits Ermittlungen. Herr Lindelmair wiederum hat dem Gerichtsvollzieher den Zutritt zu seiner Wohnung verweigert. Widerstand gegen die Staatsgewalt lautet der Vorwurf. Daher seine Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus vor drei Jahren. Diese stützt sich auf ein Gutachten rein nach Aktenlage.

Zu Wort kommt auch die erfahrene Psychiaterin und Gutacherin Dr. Hanna Ziegert. Sie kritisiert, dass es Richtern und Staatsanwälten obliegt, die Gutachter auszuwählen. Diese seien daher nicht unabhängig und urteilten oft im Sinne der Auftraggeber.

Alamierend ist weiterhin, dass immer mehr Menschen zwangspsychiatrisiert werden. Waren es in den alten Bundesländern 1985 noch 2472, so sind 2014 bereits 6652 Personen betroffen – ein Zuwachs, der auf stetig steigende Verweildauern in den Anstalten zurückzuführen ist. Politische Reformen, die Abhilfe schaffen könnten, befinden sich jedoch erst im Entwurfsstadium. Sabine Letheusser-Schnarrenberger, vormalige Bundesjustizministerin, hält die Pläne außerdem für unzureichend. Engmaschig und in kurzen Zeitabstände müsse kontrolliert werden, ob Zwangsaufenthalte zu Recht oder zu Unrecht andauern, lautet ihre Forderung.

Ganz abgesehen von den Versäumnissen von Politik und Justiz. Es wäre sehr einfach Fehlpsychiatrisierungen mit molekularmedizinischen Methoden zu verhindern oder aufzudecken. D.h. zu überprüfen, ob etwaige neuropsychiatrische Symptome tatsächlich in einer „kranken Psyche“ wurzeln. Oder ob sie in Wahrheit immunvermittelt sind und infektiös-entzündliche Ursachen haben. Mit Hilfe preiswerter molekularer Tests (sog. Biomarker) wäre das feststellbar; die jeweilige Erkrankung behandelbar, ja oft sogar heilbar.

Ein eingängiges Beispiel ist der Entzündungsmarker TNF-alpha. Es handelt sich um einen Botenstoff, der durch bestimmte Immunzellen aktiviert wird (Monozyten und Makrophagen), die bildlich gesprochen „eine Eintrittskarte zur Psyche” besitzen, weil sie die Blut-Hirnschranke (die Barriere zwischen Immun- und Nervensystem) passieren können. TNF wurde 1985 entdeckt und besitzt vielfältige Funktionen. Es war das erste Immunsignal, das meine Arbeitsgruppe bereits 1990 sowohl bei „organischen“ wie auch „eingebildeten“ psychischen Krankheiten nachweisen konnte. Damit erbrachten wir bereits damals den ersten wissenschaftliche Beleg für die Einheit von Körper und Geist (bzw. Immun- und Nervensystem) und haben daraufhin das Zytokin in einer Patientenstudie 1994 zum ersten Mal beschrieben und publiziert.

An einer generellen Zuordnung von Krankheitssymptomen zu spezifischen Immunstörungen und Krankheitserregern haben wir bereits seit den 1980ern gearbeitet. Die Ergebnisse haben wir in Form eines Fragebogens 1996 zur Analyse der kulturübergreifend häufigsten Symptome veröffentlicht. Diese entsprachen denen des Chronic Fatigue Symptoms (CFS) und waren ferner identisch mit denen des Diagnosehandbuchs der amerikanischen Psychiatervereinigung, dem “Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders” (kurz DSM). Die Rede ist von Erschöpfung, Konzentrations-,  Gedächtnis-, Schlafstörungen, Gliederschmerzen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen etc.. Indem es uns gelang, die Korrelation mit spezifischen Immundysfuntionen und Erregern zu beweisen, widerlegten wir die Mär, es handele sich lediglich um psychogene oder eingebildete Beschwerden und führten damit letztendlich den ganzen DSM ad absurdum.

Aber nicht nur das: Der Fragebogen ist anwendbar auf Krankheit XYZ, weil Erschöpfung und eine Auswahl an Nebensymptomen im Krankheitsfall so gut wie immer vorliegen. Die Grundidee: Krankheiten jedweden Typus’ (von vermeintlich „psychisch“ bis hin zu onkologisch, orthopädisch etc.) neutral durch einen Standard-Fragebogen zu erfassen, eine Art Reset der Fachgebietsdiagnosen herbeizuführen, die Organebene zu verlassen und auf zellulärer und molekularer Ebene eine ganzheitliche Neudefinition vorzunehmen. Welche im Ergebnis das schulmedizinische Dogma, Krankheiten mögen doch gefälligst entweder organisch oder psychisch sein, zum Einsturz bringt.

Soweit sogut. Die Tragweite sei hier nur angerissen. Alles steht schon in meinen Büchern. Z.B. in “Gesund oder krank – Das Immunsystem entscheidet” von 1995: „Jede Form von Krankheit entsteht in der Zelle. […] Die genaue Ursache, wie der Zellverband entgleist ist, muß der Mediziner herausfinden.“ (S. 17) Oder „dass Krankheit … auf der Zellebene aus Störungen eines komplizierten und äußert differenzierten Informationssystems besteht“. (S. 271)

Nachdem nun sogar der Chemie-Nobelpreisträger Stefan Hell Krankheit daran festmacht, dass die Zellmaschinerie aus dem Ruder läuft, sollte jetzt auch der letzte Dogmatiker einknicken. Und einsehen, dass an einem Wechsel von Betrachtungsebene und Untersuchungsgegenstand (weg vom Organ – hin zur Zelle) kein Weg vorbeiführt. Stefan Hell muss es schließlich wissen. Seine preisgekrönte Optimierung des Lichtmikroskops dient nämlich dem Zweck mit noch nie dagewesener Schärfe in lebende Zellen hineinzuschauen.

Und das Kapitel „Psychiatrie im Wandel“ des zitierten Buchs (“Gesund oder krank…”, S. 273) liest sich wiederum wie eine Vorwegnahme der Kritik an der fünften und aktuellen Auflage des DSM, der bereits geringfügige Verhaltensabweichungen zu therapiebedürftigen Störungen erklärt. Die DSM-Kritiker von heute teilen meine damalige Einschätzung und befürchten eine inflationäre Stellung von Diagnosen, die den Betroffenen lebenslang anhaften.
Auch sind insb. Kinder und alte Menschen nebenwirkungsreichen persönlichkeitsverändernden Fehlbehandlungen mit chemischen Keulen wie Antipsychotika schutzlos ausgeliefert. In diesem Sinne habe ich bereits 1991 im Interview mit DER WELT moniert, dass in Seniorenheimen die Bewohner durch zu viele oder falsche Medikamente häufig überhaupt erst zu Pflegefällen gemacht werden. (Der Grund: Allzu agile alte Menschen stören den Betrieb, werden ruhig gestellt und dadurch ihr Ableben beschleunigt.) Dass auch dieses Problem nicht an Aktualität verloren hat, sprich die Misere unverändert fortbesteht, zeigt ein Bericht aus DER WELT von 2014, der wie ein Déjà-vu anmutet. Sein Titel: „Chemische Gewalt setzt Demenzkranke außer Gefecht“.

Wer also dachte, die CFS-Debatte und meine Publikationen und Statements der 90er seien doch nur Schnee von gestern, der irrt. Auch geht es gar nicht um CFS. Oder anders: CFS ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn CFS/CFIDS ist eine Modellerkrankung der molekularen Medizin. Und wie beschrieben, lassen sich mit molekularmedizinischen Mitteln Fehldiagnosen und -behandlungen aufdecken und Selbstheilungstherapien umsetzen. Kein Wunder also, dass Fachärzte und Pharma hier mauern. Ihre Pfründe wären bedroht und ihr Unwissen käme ans Licht. Sowie vor allem ihre menschenverachtenden Machenschaften, denn die Gegenwehr beruht nicht nur auf Geld und Geltung, sondern ganz maßgeblich auch auf Gesinnung. D.h. konkret auf einer faschistoiden Ungleichkeitsideologie, die sich gegen Alte, Kranke und Behinderte richtet, so wie sie sich einst auch gegen Juden, Sinti und Roma entlud.

Ich schließe mit Nietzsche: „Der Irrsinn ist bei einzelnen etwas seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel“ („Jenseits von Gut und Böse“, Aph. 156). Und ich appelliere an alle selbstständig Denkenden, sich dem kollektiven Irrsinn zu widersetzen und die geschilderten Zusammenhänge zu verbreiten.

Warum konfrontieren Sie z.B. nicht einfach einmal Ihren (evtl. aufgeschlossenen) Arzt mit “Gesund oder krank – Das Immunsystem entscheidet”?

Buch-Kritik: „Einspruch! Wider die Willkür an deutschen Gerichten“ von Norbert Blüm

„Einspruch! Wider die Willkür an deutschen Gerichten” lautet der programmatische Titel von Norbert Blüms neuem Buch. Und was Herr Blüm in jahrelangen Recherchen und Gesprächen mit Betroffenen ans Tageslicht fördert, übertrifft in der Tat die schlimmsten Befürchtungen: hochnäsige Richter, selbstverliebte Staatsanwälte, gefällige Gutachter und geldgierige Rechtsanwälte seien nicht Ausnahme, sondern Regel. Wichtig: Blüm, langjähriger Arbeits- und Sozialminister unter Helmut Kohl, ist alles andere als ein Verschwörungstheoretiker. Weit eher schon ein systemgläubiger Gutmensch, der sein lang gehegtes Vertrauen in die Rechtsprechung verliert. Und aus Bestürzung heraus zur Feder greift, um anzuprangern und aufzurütteln. Kann das gelingen?
Das Buch verführe zum Aufruhr, urteilt Hartmut Palmer, der Rezensent der Süddeutsche Zeitung. Der Autor betreibe nämlich „Agitation durch Tatsachen“ im Sinne Lenins und lande mit Sicherheit in diversen Fernseh-Talk-Shows. Soweit sogut. Aber kommt Blüms Botschaft überhaupt an?
Die Krux: Markus Lanz und seinesgleichen befriedigen das Unterhaltungs- und Sensationsbedürfnis. Empörung bleibt Attitude und verpufft im alltäglichen Kleinklein. Die Transferleistung, die Botschaft auf sich zu übertragen, eigene Meinungen (Vorurteile, Lebenslügen?) über Bord zu werfen und einzutreten für eine „bessere Welt“, unterbleibt zumeist.
Zurück zur Sache selbst. Norbert Blüm macht seine Juristenschelte fest an zahlreichen Beispielen und kommt zu dem Schluss, die deutsche Justiz bilde ein „System der Willkür und Arroganz“. Vor allem die kleinen Leute seien die Leidtragenden. Auch würden Fehlurteile nicht revidiert und die Betroffenen nicht rehabilitiert.“ Der Vorsitzende des Vereins gegen Rechtsmißbrauch e.V. Horst Trieflinger bläst da ins gleiche Horn. In seinem Leserbrief an die FAZ vom 28.6.2014 zum Artikel “Die Leiche war doch nicht zerstückelt” moniert er, dass Richter der Berufungs- oder Revisionsinstanz fehlerhafte Entscheidungen ihrer Kollegen nicht aufheben, sondern bestätigen, weil sie „strukturell voreingenommen“ seien.
Möchte man jetzt noch wissen, welche Charaktereigenschaften die Karriere fördern und den Weg nach oben ebnen, lese man Karen Duves aktuellen Essay. In “Warum die Sache schief geht: Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen” zeigt Frau Duve, dass Gemeinheit, Gier, Aggressivität und übersteigertes Selbstvertrauen mehr zählen als Intelligenz, Kompetenz, Verantwortungsbewußtsein und Empathie. (Eine These, die z.B. im Dunning-Kruger-Effekt eine plausible psychologische Erklärung findet.)
Summa summarum von Blüm über Trieflinger bis hin zu Duve: Ehrenwerte Ausnahmen mag es geben. Gleichwohl kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Arroganz des Bösen die Welt regiert. So wundert man sich auch nicht mehr, dass Düsseldorfer Richter seit Jahrzehnten nach Gutdünken schalten und walten, den Monopolmissbrauch von Ärztevereinigungen decken und Kranken oder Todgeweihten wirksame Heilbehandlungen verweigern. Hierbei ignorieren sie Gesetze, Urteile zu Versorgungsdefiziten, wissenschaftliche Fakten und medizinische Ethik. Kameraderie ist eben wichtiger als Professionalität – ein deutsches Grundübel das nicht nur Justiz und Medizin beherrscht.
Doch die biomedizinsiche Zeitenwende lässt sich nur verzögern, nicht aber verhindern. Die Biowissenschaften erleben eine Hochkonjunktur. Das Wissen, dass viele Krankheiten vermeidbar und heilbar sind, zieht Kreise. Die Erkenntnis, dass Gesundheit möglich ist, spricht sich herum. Den Gesamtzusammenhang lesen Sie hier. Sie, liebe Leser, sollten ihn weitergeben an Familie, Freunde und Bekannte! Es ist in Ihrem eigenen Interesse.

TV-Kritik von „Akte D (1/3): Das Versagen der Nachkriegsjustiz“

Ein Film von Christoph Weber, Das Erste/ARD, 13.10.2014, 45 Min.

Wollte man das so noch einmal wissen? Ja, man wollte und sollte.
Und falls nachgeboren, wusste man vielleicht auch gar nicht, dass bereits 1949 die Unterscheidung zwischen „politisch einwandfreien“ und „nicht einwandfreien“ Bürgern abgeschafft und eine Amnestie für sog. „minderschwere Verbrechen“ erlassen wurde. Ebensowenig, dass in den 1950ern das 131er Gesetz die Rückkehr hochbelasteter NS-Beamten in den Staatsdienst legalisiert, für ehemalige Gestapo-Mitglieder eine Hintertür geschaffen wird und vormalige NS-Juristen in das Bundesjustizministerium Eingang finden. Welches sich daraufhin zur Hochburg einstiger Nazis entwickelt, die sich gegenseitig vor Strafverfolgung schützen.
Doch damit nicht genug: 1954 bietet ein Gesetz untergetauchten NS-Verbrechern die Möglichkeit, straffrei in die Gesellschaft zurückzukehren. Falls es trotzdem zu einer strafrechtlichen Ahndung kommt, gelten seit dem Ulmer Einsatzgruppen-Prozess von 1958 die Schuldigen nur noch als Befehlsempfänger und „Werkzeuge des Führers“ und dürfen fortan nicht mehr des Mordes angeklagt werden.
Die Liste setzt sich fort: Aus Beihilfe zum Mord wird Beihilfe zum Totschlag; letzterer unterliegt der Verjährung. Dem aufrechten Generalstaatsanwalt Fritz Bauer gelingt es ab 1963 im Frankfurter Auschwitz-Prozess nicht, den Holocaust zum Verbrechen zu erklären. Er scheitert am Nachweis konkreter Einzeltaten; dieser obliegt den traumatisierten Überlebenden.
Als dann endlich 2009 gegen den Ukrainer John Demjanjuk zum ersten Mal ein Urteil ohne individuellen Tatnachweis ergeht, vernachlässigt die Ludwigsburger Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen die Ermittlungen gegen andere KZ-Wärter.
Das alles ist unbegreiflich. Das alles stimmt fassunglos.
Die Bilanz: Seitdem die Alliierten die Strafverfolgung von NS-Verbrechen der BRD-Justiz übertragen haben, sind von den über 500.000 Deutschen, die an Massenmorden und Tötungsdelikten mitgewirkt haben, nicht einmal 900 verurteilt worden.
Das Fazit: Wenn der Bock zum Gärtner wird sind Vetternwirtschaft und Vertuschung an der Tagesordnung.
Die Analogie zur Nachkriegs-Ärzteschaft drängt sich auf. Noch aus NS-Tradition heraus bildet nämlich auch der Ärztestand ein selbstverwaltetes System. So erklärt sich, dass in NRW bestimmte Facharztcliquen öffentlich-rechtliche Einrichtungen (Ärztekammer Nordrhein, KV Nordrhein etc.) mißbrauchen können, das Gebaren von befangenen Juristen protegiert und von politischer Seite geduldet wird. (Alles ist dokumentiert.) Hinter den Seilschaften stehen Kameradschaftsverbände, die gewährleisten, dass Einflusssphären seit dem Nationalsozialismus von Generation zu Generation erhalten bleiben. Monopole und Pfründe von Fachärzten und Pharmafirmen wurden abgesichert durch unwissenschaftliche Richtlinien („Diagnostik und Therapie des chronischen Müdigkeitssyndroms/CFS und verwandter Erkrankungen“), die aufgrund ihrer Allgemeingültigkeit einen Freibrief zur Verhinderung wirksamer Heilbehandlungen darstellen und bisher Millionen Menschen um Gesundheit oder Leben gebracht haben. Ganz im Geiste der von Ernst Klee aufgearbeiteten „Vernichtung unwerten Lebens“ durch „Herrenmenschen“. Und genauso wie einst NS-Ärzte und -Juristen, so kommen auch in NRW die Drahtzieher und Mitläufer zumindest bis dato (noch) ungestraft davon.

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Liebe Freunde, liebe Feinde,

wirkliche Fortschritte in Erkenntnis und Handeln setzen drei Dinge voraus: Visionen, Talent und Technologie. Den Biowissenschaften in Deutschland herrscht daran kein Mangel und folglich gehören unsere Universitäten weltweit zu den führenden.

Wechselt man jedoch in den Bereich der angewandten Medizin, zeichnet sich ein absolut konträres Bild ab: außerhalb der Notfallmedizin und Chirurgie (leider auch hier tödliche Krankenhauskeime) herrschen in vielen Bereichen Zustände wie im tiefsten Mittelalter. Aus Dogmen, Hierarchien und Kadavergehorsam resultieren weit und breit meist nur Misserfolge. Chronische Krankheiten werden nicht geheilt, sondern von Fachärzten wie persönlicher Besitzstand verwaltet und als Beute verteidigt. Funktionäre der Staatsmedizin, die das nicht garantieren, verlieren ihre profitablen Posten. Neue Erkenntnisse werden, sofern sie nicht bestimmten Grüppchen zusätzliche Profite bringen, von den verantwortlichen Ärztekammern verboten. Das erfolgreiche biomedizinische Wissen wird rigoros ausgegrenzt.

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Could Anti-Inflammatory Drugs Block Early Progression of Alzheimer’s?

lerner.ccf.org:

New research points to inflammation within the brain as a critical contributor to neuronal abnormalities leading to Alzheimer’s disease (AD) and suggests that early and prolonged treatment with common nonsteroidal anti-inflammatory drugs (NSAIDs) could block this inflammation before the disease establishes itself.

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